Am Morgen, als ich aufwache, klatscht ein Starkregen aufs Deck. Als wir von der Fähre herunterfahren, herrscht leichter Nieselregen. Aber dann Starkregen in Lomma. Deswegen stelle ich mich in einem Carport unter. Er hat Platz für vier Autos und hat vier Wallboxen.
In Lund schlägt die Katastrophe zu. Mein Handy gibt den Geist auf, bzw. so wie es später aussieht, nur der Bildschirm. Aber ich habe noch mein altes S7 dabei und verbringe einige Zeit, das einzurichten. Das Wetter klart allmählich auf, aber es ist extrem schwül. Aber es ist teilweise ganz schön.
Skåne leuchet in seinen Farben, nachdem der Regen aufgehört hat. Aber es ist schwül und es wird immer heißer.
Skåne scheint die Kornkammer von Schweden zu sein. Es waren Felder über Felder und plötzlich begann wieder der Wald, damit auch die Steigung. Der schwedische Eierkarton ist da. Aber es wurde einigermaßen schattig.
Eigentlich wollte ich 10 bis 20 Kilometer mehr fahren, aber ich finde kein Wasser. In einem Naturschutzgebiet gibt es eine Wasserpumpe. An der fülle ich meine Flaschen und Wassersäcke. Daneben steht aber auch gleich ein Shelter und ich entscheide, dass ich da bleibe, weil das Einrichten des anderen Handys mich doch anscheinend mehr Zeit gekostet hatte, als ich annahm. Ich habe einfach nicht auf die Uhr geschaut.
In dem Shelter liegen zwei Campingstühle und Reste von Einmalgeschirr. Ich hoffe, ich bleibe heute Nacht alleine. Von mir aus ein paar Wanderer, aber bitte keine Leute, die grillen. Aber es ist Sonntagabend und es scheint eine sehr ruhige Gegend zu sein. Vorletztes und letztes Jahr war ich ja eigentlich etwas verwundert, wie viel Leuten ich in Schweden begegnet bin. Für deutsche Verhältnisse waren es immer noch relativ wenige, aber es ist doch erstaunlich, wie ruhig es plötzlich in diesem Landesinneren ist, obwohl ich von der letztjährigen Küste nur 15 km entfernt bin.
Am Abend sitze ich an meinem Shelter und blicke auf einen See. Vor dem Shelter ist eine Grillstelle bzw. mehrere Grillstellen mit Bänken. Im See schwimmen Menschen und das Ganze nennt sich Naturschutzgebiet. Doch als diese verschwunden sind, höre ich nur die Vögel und den Wind. Ich schlafe ein.