Mein Zelt ist, als ich aufwache, stocktrocken. Während ich mich anziehe, fängt es zum Regnen an und ich habe ein patschnasses Zelt. Dafür reichen 5 Minuten. Dann ist der Regen vorbei.
Von Dänemark bekomme ich noch einige ruppige, aber schöne Wege geboten. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie Dänemark es schafft, dass es so etwas wie Mittelgebirgsfeeling vermittelt.
In Dänemark fallen mir immer mehr Ähnlichkeiten zum Vereinigten Königreich auf. Die Wohnsiedlungen mit unverputzten Ziegelbauten. Mehrere gleichartige Häuser, die nebeneinander stehen. In der Dorfmitte eine Art Einkaufszentrum.
Als ich an der Küste ankomme und damit den EV10 berühre, werden es plötzlich schlagartig mehr Radfahrer.
Eine Sache ist in gewisser Weise schon lustig. Als ich von einer dänischen Insel zu anderen wechselte, brauchte ich immer deutlich länger, als jetzt von Dänemark nach Schweden. Von Dänemark sieht man Schweden. Von Schweden sieht man Dänemark. In Dänemark an der Küste sieht man aber nicht die nächste dänische Insel.
In Schweden angekommen, ändern sich die Dinge schlagartig. Der Himmel ist blau. Die Farben sind anders. Die Getreidefelder stören mich nicht mehr so. Ich finde es irgendwie alles optisch angenehmer, weil es auch mehr grüne Flächen gibt. Die Farben leuchten. Der einzige Nachteil ist, der Winter hat gedreht und wird ein Gegenwind. Ich kann nicht mehr sagen, wie ich auf die Idee komme, aber es scheint so ein wenig so, in Dänemark war das Geld, in Schweden ist es jetzt.
Was mir aber sehr unangenehm auffällt, ist, dass die Ostsee teilweise schlimmer stinkt als ein Klärwerk, an dem man dicht vorbeifährt.