Tag 13: Langeteig -Hirthals 99 km

Heute ist anscheinend Rehtag. Mir laufen insgesamt fünf Rehe über den Weg.

Um es kurz zu machen, Norwegen hat mich für den gestrigen Tag entschädigt. Die Wegführung ist teilweise wunderbar. Hier und da muss ich wieder an befahrenen Straßen entlangfahren, aber es ist wenig. Aber es bleibt doch festzustellen, dass der Verkehr morgens um 5 ungefähr der Verkehr ist, den ich früher tagsüber erlebt habe.

Das erste finanzielle Highlight des Tages ist, dass die Fähre von Moss nach Halden kostenlos ist.

In Halden gehe ich einkaufen und frühstücke vor dem Supermarkt. Ich kann in einen Toyotaladen schauen. Dort läuft die ganze Zeit Werbung für ein E-Auto.

Die Fähre zwingt mich ein wenig zu cheaten. Die heutige Fähre würde ich radelnd nicht erreichen. Die erste Fähre morgen, das könnte knapp werden. Also beschließe ich, Zug zu fahren.

Es gibt dabei einige interessante Beobachtungen. Am Ticketautomaten könnte ich auch mit Münzen bezahlen. Der Schaffner hat eine Münzmaschine, die ich schon ewig nicht mehr gesehen habe.

Das Fahrrad kommt problemlos unter. Es kommt noch ein zweiter Fahrradfahrer hinzu, der aber auch schon wieder an der nächsten Station aussteigt. Dieser norwegische Zug bietet furchtbar viel Beinfreiheit. Als ich mich setze, schaue ich mich misstrauisch um, ob ich vielleicht in der ersten Klasse gelandet bin, so viel Platz habe ich.

Am Oslofjord sind es 30 Grad. In Frankfurt 20. Warum bin ich nach Skandinavien gefahren? Downcooling. Je weiter ich in den Norden kam, desto wärmer wurde es. Zu Hause war es fast immer kühler.

Mal schauen, ob ich in Eiseskälte lande, wenn ich südlich nach Norddeutschland fahre.