MagicMaps 4.0.1 Erfahrungsbericht

Ich bin eher durch Zufall im Frühsommer dieses Jahres zum Besitzers eines PDAs mit GPS geworden. Mit Freude erkannte ich die Möglicheiten, die gewohnten Wege in meiner Umgebung zu verlassen und das Rhein-Main-Gebiet neu zu entdecken.

Bloß wie komme ich schnell und problemlos zu GPS-Tracks. Ich bediente verschieden Onlineportale, versuchte verschiedene Programme. Nichts war so richtig toll. Das eine Angebot hat dort ein tolles Feature, aber eine andere Aufgabe konnte man nur unter Verrenkungen lösen.

Obwohl meine Meinung von MagicMaps zweispältig war, kaufte ich mir trotzdem das Programm. Leider wurde das negative bestätigt.

Ich hätte stutzig werden sollen, warum nach ca. einem Jahr (so ebenfalls die Angaben bei Amazon) des Erscheinens der Version 4 immer noch die Programmversion 3 als Demoversion angeboten wird. Schlampigkeit oder Unfähigkeit zur Organistaion, ich weiß es nicht.

Mich hätte auch der Preis stutzig machen sollen. Kosten doch die Topo-25-CDs der Landesvermessungsämter ähnlich viel, wie die MagicMapsangebote mit den vielen Zusatzangeboten.

Also das Programm ist ein Ressourcenfresser. Die Installation dauert ein Mehrfaches als die Installationszeit der anderen Programmen, die ich im GPS-Bereich installiert habe.

Wobei ich beim nächsten Thema bin. Ich habe die Version mit Hessen, Rheinlandpfalz und Saarland gekauft. Das Saarland brauche ich nicht, eigentlich brauche ich nur mein Stammgebiet zwischen Aschaffenburg, Koblenz und Marburg.

Aber ich kann nicht dieses Teilgebiet auf meine Festplatte installieren, sondern mir wird das gesamte Höhenmodell, Navteqdatenmaterial und ADFC-Radwegnetz für ganz Deutschland auf die Festplatte geladen. 6 GB .

Nach Auskunft von MagicMaps könne man das nicht anders machen.  Was mich etwas wundert, denn bei meinem Naviprogamm für den PDA ist eine regionale Auswahl sehr wohl möglich.

Dann kommen noch die Topographischen Karten und Luftbilder dazu. Ca 2 – 3 GB.

Wenn ich die Aussagen von MagicMaps richtig verstanden habe, dann braucht man für Deutschland insgesamt 40 GB.

Ich habe für ein ein anderes GPS-Programm mir Karten aus verschieden öffentlichen Quellen für mein Radgebiet gebaut.  Verschieden Maßstäbe usw. Insgesamt 15 Kartenversionen für mein Radgebiet und ich komme auf 1 GB Festplatten Ausnutzung. Bei MagicMaps müsste ich vermutlich 12GB belegen. Mehr als ein Zehntel meiner Festplatte.

Man kann die Topokarten auch von der DVD nutzen, aber das Programm hängt und friert bei mir auch schon mal ein und ist dann auch langsamer. Die anderen Daten müssen anscheinend auf die Festplatte.

Man kann sagen, ich muss ein etwas älteres System haben. Es handelt sich um ein zweieinhalb Jahre altes Notebook, mit welchem ich Mehrspuraufnahmen unter Nutzung von VST-Plugins ohne irgendwelche Probleme mache. Also gerade auch nicht ressourcenschonend. Aber solch lähmendes Verhalten kenne ich nicht.

Grundsätzlich verstehe ich zum Beispiel nicht, warum mir die Satellitenbilder von Google deutlich schneller und in besserer Qualität als die Luftbilder von der MagicMaps-DVD zur Verfügung stehen.

Ich habe mal das Kartenmaterial trotzdem auf die Festplatte geladen, um festzustellen, ob das Programm schneller wird. Gefühlt eher nein. Aber erstaunlicher Weise zeigt TouratechQV  die Topokarte auf Anhieb an, der Tourexplorer braucht immer ein wenig, um das Bild aufzubauen.

Aber der Unterschied wird noch drastischer als ich 10 Tracks von Gpsies.com in die Programme hineinlade, um mir eine neue Strecke daraus zusammenzuschnippeln. MagicMaps friert teilweise ein, Touratech QV läuft munter weiter und es flutscht einfach nur.

Dieses Phänomen wundert mich. Denn MagicMaps hat mir erklärt, um das MagicMaps-Material mit Touratech QV nutzen zu können, müsse dies ausdrücklich auf die Festplatte geladen werden. Begründung, wenn Touratech QV auf die DVD zurückgreifen würde, wäre das Programm unerträglich langsam.

Warum dann der Tourexplorer der lahme Gaul ist und Touratech QV das quicklebendige Fohlen, wenn ich die Daten auf der Festplatte lade, ist mir schleierhaft.

Der Grund dürfte aber sein, dass MagicMaps nicht nur die Topokarte lädt, sondern die Luftbilder, die Navteqdaten, usw. Das Problem ist nur, dass ich die, und ich vermute viele andere auch, in einem Großteil der Arbeitsphase diese Daten gar nicht brauchen. Aber man kann das automatische Mitladen der nicht benötigten, aber prozessorbelastenden Daten nicht abschalten.

Dies bestätigt mir auch MagicMaps und erklärt mir ich hätte auch ein total veraltetes Grafiksystem. Und es wäre überfordert mit der Anzeige der ganzen Daten. Dass sich diese Überforderung immer noch zeigt, wenn ich diese Daten ausblende, ist ärgerlich.

Da mich eigentlich nur die Topographische Karte interessiert, lösche ich alle Daten,  die ich nicht brauche. Anzeigesieger ist immer noch Touratech QV in seiner aktuellsten Version.

Aber es gibt noch einen weiteren Unterschied zwischen Touratech QV und MagicMaps. MagicMaps weigert sich auf Grund meines Grafikspeichers die Kartenausschnitte zu drucken.  Touratech tut das schon. Da ich noch das Demo von MagicMaps installiert habe, welches der Programmversion 3 entspricht, probiere ich dort die gleichen Funktionen aus. Selbe Reaktion des Programmes. Es mag meinen Grafikspeicher nicht.

Bei genauerer Überlegung wundere ich mich, Touratech QV hat auch die Option mit Navteqmaterial zu arbeiten und einem Höhenmodell. Also es ist möglich, unter solchen Bedingungen mit meinem Rechner zu drucken.Warum bekommt das MagicMaps nicht hin. Ich vermute die Antwort, wegen der technischen Bedürfnisse der 3D-Animation geht das Drucken nicht.

Bei einer Abfrage der Suchmaske wurde mir der Bahnhof in Stralsund in hohen Norden vorgeschlagen. Deswegen habe ich mal weiter probiert und konnte feststellen, dass mir von den Navteqdaten zum Beispiel die Straßen, POIS ud das ADFC-Radwegnetz in der Gegend von Hamburg angezeigt werden. Neugierig geworden probierte ich aus mir in Hamburg eine Radroute erstellen zu lasse. Und siehe da, es geht. Dann überprüfe ich, ob ich auch Höhendaten geliefert bekomme. Und ich bekomme sie geliefert.

Dann probiere ich aus, ob mir eine Tour von Berlin an die Oder vorgeschlagen wird. Es geht mit kompletten Höhendaten. Wohlgemerkt ich habe die Version Hessen, RLP und Saarland.

Als ich ein Routing von Frankfurt nach Hamburg berechnen lasse, sind 99 Prozent nach 25 Minuten erreicht.  Als ich die Route im ADFC Tourenportal eingebe, auf dessen Wegnetz Magic Maps zurückgreift, dauert es knapp eine Minute und eine Strecke ist berechnet.

Wie gesagt, man hat Datenmaterial von Navteq zu gekauft. Damit kann man Adressen, wichtige Punkte und Straßen und Wegverläufe finden. Leider fehlen visuell erkenntlich so wichtigen Informationen, wo Einbahnstraßen sind und welche Straßen für Fahrräder gesperrt ist.

Mancher wird denke, dafür gibt es ja die Daten des ADFC-Radwegnetzes.

Also wie funktioniert das Routing.

Gebe ich meine Adresse, wie erklärt ein, wird diese Adresse nicht gefunden. Aber ich kann die Stelle anklicken, und dann wird meine Adresse ohne Hausnummer angegeben. Selbes Spiel beim Ziel. Es wird nicht gefunden. Clou der Geschichte, wenn ich die Stelle anklicke, wird eine Adresse ausgegeben. Statt „Frankfurt“ „Innenstadt“. Aber gebe ich die Daten so ein, wie sie das Programm ausgegeben hat, gibt es wieder kein Suchergebnis. Selbes Spiel bei den Zielen.

Nach einigen Versuchen, klicke ich nur noch Ziel- und Startpunkt an, weil ich es einfach sehr selten schaffe, durch Adresseingabe etwa zu finden. Mir ist es einfach zu doof, zu rätseln, wie es denn das Programm denn jetzt gerne hätte.

Als ich die Kundenkommentare bei Amazon durchlese, stelle ich fest, dass ein Käufer in Berlin auch Probleme  mit der Findbarkeit von Adressen hat.  Dieser Käufer äußerte diese Kritik im September 2008. Kann ich deswegen vermuten, dass MagicMaps seit einem Jahr das Problem nicht in den Griff bekommt?

Ich versuche Zwischenstopps einzugeben. Aber die Zwischenstopps werden nicht in der Reihenfolge abgearbeitet, wie ich sie eingegeben habe, sondern sie werden automatisch im Sinne des Programmes optimiert.  Einmal schafft das Programm sogar wegen dieses Automatismus aus 70 km 250 km zu machen.

Besonders nervig, nach jeder Eingabe eines Zwischenstopps läuft das Routing neu an. ich muss es erst abbrechen,  um einen weiteren Zwischenstopp eingeben zu können.

Um an dieser Stelle einige Beispiel mit google-maps einzubinden, habe ich die Exportfunktion für die Googledatenformate KML und KMZ bei MagicMaps benutzt. Google-Maps akzeptiert die Dateien nicht. Andere Viewer verschlucken sich auch daran. Google Earth selbst akzeptiert die Dateien. Nach einigem Probieren merke ich, dass die Umlaute den Ärger machen. Also händisch nachbessern. So etwas sollte einem erfahrenen Programmierer nicht passieren oder er sollte Testroutinen haben, so dass er das bemerkt. Die deutschen Umlaute sind ja gerade kein neues Problem in der Computerwelt.

Also Vorsicht, wenn man mit Umlauten arbeitet. Und Straße nicht mit „ß“ schreiben, sondern mit „ss“, sonst gibt es auch Ärger.

Ich habe mal MagicMaps gegen den Radroutenplaner Hessen antrete lassen.

Der Radroutenplaner greift auf das Radwegnetz des Landes Hessen zurück, der Tourexplorer auf das ADFC-Radwegnetz.

Man kann bei beiden Systemen das Routing beeinflussen. Bei dem RRPdLH kann man bestimmen wie sehr man außerhalb des Radwegnetzes fährt, um möglichst direkt ans Ziel zu kommen. Bei MagicMaps kann man den Anteil ADFC-Radroutennetz und Straße bestimmen.

Das klingt zwar ähnlich wie beim Radroutenplaner, aber direkt heißt beim Radroutenplaner auch Forstwirtschaftswege. Bei MagicMaps werden – so weit ich gesehen habe – eher dann nur Verkehrsstraßen berücksichtigt.

Ich habe beide Systeme so eingestellt, dass sie hauptsächlich auf ihr Radwegnetz zurückgreifen.

Die gelben Linienstehen für den RRPdLH, die roten Linien für MagicMaps.

Frankfurt Limburg auf einer größeren Karte anzeigen

Fankfurt Mannheim auf einer größeren Karte anzeigen

Frankfurt Gießen  auf einer größeren Karte anzeigen

Grundsätzlich schlägt der Radroutenplaner die kürzeren Strecken vor. Bei den ersten beiden Strecken, würde ich auf Grund meiner Ortskenntnis sagen, bei MagicMaps werden die touristischeren Strecken angeboten.

Das wird besonders deutlich bei meinem Frankfurt Gießen Trip. Hier habe ich mit Zwischenzielen gearbeitet. Die Wetterau ist schön, aber hügelig, steht aber mit der nahezu brettlebenen Mainbecken südlich in Konkurrenz. Dementsprechend wenig Routen des ADFC-Radwegnetzes gibt es in dieser Ecke. Dies kommt vermutlich daher, dass dieses Radwegenetz ehrenamtlich dokumentiert wird. Man fährt dort, wo es schön ist und es kaum Steigungen hat. Praktisch würde ich sagen, das Ergebnis von MagicMaps ist unbrauchbar.

(Der erste Eindruck könnte sein, dass der MagicMaps Tourexplorer nicht bis nach Gießen geplant hat. Um das ganze Routing zu sehen, hier klicken.)

Bei der Strecke Frankfurt Mannheim, wird eine andere Schwäche des MagicMaps System klar, wenn das Ziel nicht im ADFC Radwegnetz enthalten ist. Der Endpunkt der vorgeschlagenen Route liegt einige Kilometer vom eigentlichen Zielpunkt entfernt.

Ich habe mal versucht bei Strecke Frankfurt-Gießen durch dichtes Setzen von Zwischenzielen, die ich exakt auf die Route des RRPdLH setzte, auf diese Tour zu „zwingen“. Erstaunlich viele Zwischenziele wurden von der vorgeschlagenen Route nicht angesteuert sondern im Abstand von einem oder mehr Kilometer umfahren.

Das Ergebnis verändert sich zwar  je nach Routingeinstellung, aber das änderte nichts grundsätzliches an dem Problem , dass ich mit MagicMaps nicht so weit komme wie mit dem RRPdLH. Denn alles was außerhalb des Navteq und ADFC-Material liegt, das erreicht MagicMaps nicht. Der RRPdLH schon.

Was auch auffällt, wie lange das Routing teilweise dauert. Frankfurt Mannheim dauerte 150 Sekunden. Der RRPdLH brauchte höchstens 5 Sekunden.

Wenn man mehrere Tourenvorschläge vergleichen will, ist dieser Zeitverbrauch nicht so begeisternd. Insbesondere, weil man Start-, Ziel- und Zwischenpunkte jedes mal neu eingeben muss, wenn man den vorherigen Tourvorschlag zum besseren Vergleich abspeichern will.

Wie ist die technische Qualität der Tracks? Die Tracks von MagicMaps bilden sehr genau den Straßenverlauf ab, was man von den Tracks des RRPdLH nicht sagen kann. Dort erkannt man den Straßenverlauf zwar, aber die Linie folgt ihm nicht exakt. Aber für den praktischen Gebrauch vollkommen in Ordnung.

Aber wo der RRPdLH 500 Kontrollpunkte ausgibt, sind es bei MagicMaps auch schon mal 3000.

Wenn man aber nun mehrere Tourenvorschläge von MagicMaps vergleichen will, muss das Programm plötzlich schon mal mit über 10000 Punkten umgehen. Was aber dann mein System schon mal kräftig ausbremst, bis einfriert. Wenn ich das selbe bei Touratech mache, dann flutscht alles.

Ich vermute, wer seine Radreise mit MagicMaps planen will, wird sich auch ein System einfallen lassen müssen, damit sich das Programm nicht an den ganzen Punkten verschluckt.

Ich persönlich fahre nach Ansage und ohne Blick auf den Bildschirm meines PDAs. Für mich sind die Tracks des RRPdLH deutlich praktischer, weil ich nicht das Problem habe, raus finden zu müssen, wie filtere ich am besten die unnötigen Punkte.  Die Nachbearbeitungszeit eines MagicMaps-Tracks ist deutlich höher für mich als bei einem RRPdLH-Track. Hauptgrund, wie bekomme ich die überflüssigen Punkte weg?

Wie plant es sich mit der Basis der Topokarte und den Luftbildern aber ohne Routing? Das Problem ist, die Wegbeschaffenheitsangaben der Topokarte sind bei den Nebenstrecken schwer interpretierbar. Man kann zwar das Datenmaterial von Navteq einblenden, aber das hilft nicht sonderlich weiter, weil Navteq viele befahrbare Wege nicht kennt.  Also sind Luftbilder eine feine Sache.

Aber die Qualität der Luftbilder von MagicMaps ist in dieser Frage in meine Augen nicht zu gebrauchen. Da greife ich lieber auf google und Konsorten zurück. Abgesehen davon geht das Laden der Luftbilder extrem langsam. Google ist mit höher aufgelöstem Material deutlich schneller.

Ein anderes Manko. Wenn man bei den Onlineangeboten eine Übersicht haben will,  kann man immer noch die Straßenklassen bis zu einem bestimmten Punkt unterscheiden. Bei der Topokarte von MagicMaps kann man da eigentlich schon nichts mehr unterscheiden.

Also ich finde es nicht sonderlich brauchbar. Was aber nicht an MagicMaps liegt, sondern an dem Wesen der Topo 25 Karte.

Und jetzt kommen wir zu dem Hauptmanko des Programmes.

Ich möchte nicht mit Einzelheiten langweilen. Ich hatte mal das Vergnügen einen Betatest bei einem Notensatzprogramm zu machen. Also bei einem noch nicht veröffentlichten Produkt. Ich habe in diesem Notensatzprogamm, dass noch in der Testphase war, bei weitem nicht so viele Fehler und mangelnde Funktionalität (z.B. fehlende Scrollbalken, verschwindende Eingabebuttons) gefunden wie bei dem Tourexplorer von MagicMaps.

Bloß für MagicMaps habe ich bezahlt. Ich dürfte an die 40 Fragen und Fehler an MagicMaps  in 10 Stunden Nutzungszeit gemailt haben. Dabei gibt es solche Sachen, von denen ich wahrlich verblüfft war.

Zum Beispiel bei der Fullscreenfunktion habe ich keinen Tastaturkürzel gefunden, der dort funktionieren hätte. Meiner Meinung kann man mit der Fullscreenfunktion nicht arbeiten. Dies ist niemanden bei MagicMaps, obwohl nach Angaben von Amazon das Programm schon seit knapp einem Jahr auf dem Markt ist, bisher aufgefallen.

Bei meinen Reports hätte ich ab und zu gerne darunter geschrieben: „Hat eigentlich jemand das Programm getestet oder ist der Kunde dafür da?“

Auch hätte ich gerne geschrieben: „Hat mal jemand mit dem Programm ernsthaft gearbeitet?“Es ist immer interessant, wie viele Klicks oder Tastenanschläge brauche man bis zum Ziel.  Ich habe noch nie so ein umständliches Programm gesehen.

Um es kurz zu machen, nacheditieren werde ich Routenvorschläge wieder mit den verschiedenen Onlinetools, weil ich mit denen deutlich schneller zum Ziel komme. Einzig alleine für Wälder, bei denen die Satelittenbilder zu wenig preisgeben, dafür taugt MagicMaps etwas.

Oben schrieb ich ja, dass ich mal ein wenig mich mit Touratech QV beschäftigt habe. Was ich bisher gesehen habe, werde ich dieses Programm jetzt mal genauer ansehen. Es scheint, als hätte MagicMaps Touratech einen neuen Kunden beschafft.

Ich habe eigentlich noch nie ein so ärgerliches Programm wie MagicMaps, seien es Programmierfehler oder Funktionalität, in der Hand gehabt.

Puncto Funktionalität ist es insbesondere ärgerlich, dass dort Probleme zu finden sind, die anderen Orts schon lange gelöst sind. Es darf nicht sein, dass es entscheidend für die Trefferliste ist, ob ich „Bahnhof Mannheim“ oder „Mannheim Bahnhof“ eingebe. Das eine Mal erhalte ich einen Treffer, das andere mal nicht.

Die DatenbankabfrAusgabe von Zielpunktenage ist auch extrem langsam. Leite ich einen Wettlauf mit Google ein, dann ist Google schneller.

Oder warum fällt eigentlich keinem bei MagicMaps auf, dass solch eine Datenausgabe nicht hilfreich ist, weil nicht lesbar.

Oder  im Hilfspopup wird die Dateneingabe anders erklärt als durch die Formularbeschriftung. Das eine Mal gibt es Ergebnisse, das andere Mal nicht. Mir ist einfach unverständlich, warum ich das nach 10 Minuten Nutzung sehe, und die Programmierer anscheinend ein Jahr lang nicht.

Fazit: Das Routing ist für Leute interessant, denen kein guter Radroutenplaner ihrer Gegend zur Verfügung steht und die ihre Radgegend nicht kennen. Wer seine Gegend kennt, kann sich das Programm sparen.

Bei Radreisen würde ich das ADFC-Tourenportal in Betracht ziehen, weil es vermutlich billiger, schneller und wenn ich die Daten richtig interpretiere, mehr Touren bereit stehen hat.

Im Nachhinein wäre es vielleicht eine Überlegung, sich das Radwegnetz seiner Gegend beim ADFC-Tourenportal zu kaufen und/oder mit Touren aus GPSIES.com oder ähnlicher Portale zu mischen und dann nach Bedarf im Programm seiner Wahl zusammen zu schneiden.

Was jeder ausprobieren sollte, habe ich einen Rechner, der dem Programm gewachsen ist? Ich schreibe sehr häufig von langsam Abläufen und das Onlinetools für mich schneller sind. Ärgerlich war, dass die Demoversion bei mir nicht den Ärger gemacht hat, wie die Vollversion.

MagicMaps hat mir ja mitgeteilt, das mein Grafiksystem bei meinem zweieinhalb Jahre altem Notebook total überaltert ist. Auf meine Anmerkung, dass man wohl auf diese Art und Weise auf viele Kunden verzichte, wurde mir dies bestätigt. Es bliebe nichts anderes übrig, weil die 3D Animation der Landschaft, mache es nötig, dass die Kunden leistungsfähige Rechner haben.

Und wie meine Erfahrung zeigt, werden die Grundfunktionen des Programmes  beeinträchtigt, mit denen man meiner Vermutung nach am meisten arbeitet.

Ich persönlich finde diese Poltik verfehlt. Meinen Eindrücken nach interessiert die 3D-Animation sowieso nur wenige. In den Amazonkäuferkommentaren wurde die 3D-Möglichkeit nur einmal erwähnt und eher als nettes Gimmick. Und warum wird der Hauptarbeitsmodus, ich schaue mir einen oder mehrere Tracks auf der Topokarte an und drucken, deswegen technisch so belastet.

Ich überlege mir momentan ein neues Notebook zu kaufen. Den Gedanken, dass ich das Notebook passend zu MagicMaps kaufen muss, finde ich eigenartig. MagicMaps hat auf der Verpackung ein paar Grundanforderungen an das Grafiksystem geschrieben, was den neuen Rechner mehr kosten lassen würde. Nicht wesentlich, aber doch so viel, dass auch andere Programme plötzlich attraktiv erscheinen, die diese Aufrüstung nicht brauchen.

Persönlich  irritiert mich, dass MagicMaps sagt, dass das Programm ist für Windows 2000 geeignet ist. Ich habe einen Rechner mit XP, zweieinhalb Jahre alt. Rechner mit Windows 2000 dürften noch schlimmere und ältere Gurken als mein Rechner sein. Aber MagicMaps sagt selbst, sie brauchen Leistung. Im Rahmen meiner persönlichen Wertmaßstäbe würde ich von einer Mogelpackung sprechen.

Es gab Antworten von MagicMaps, die mich zu tiefst irritiert haben. Ich habe z.B MagicMaps einen Screenshot mit meheren Anzeigefehlern gemailt. Die Antwort war, wir arbeiten mit einer Grafikbiliothek, die bei verschiedenen Bildschirmen zu unterschiedlichen Ergebnissen führt und auch zu fehlerhaften. Man hat mir einen Lösunsweg vorgeschlagen. Dadurch wird aber das Programm umständlicher zu bedienen.

Witzigerweise hatte ich Gelegenheit auf einem anderen Rechner das Programm zu testen. Ich konnte die  Fehler des Screenshots reproduzieren. Persönlich finde ich es erstaunlich, dass ich schon wieder einen so eigenwilligen Bildschirm erwischt haben soll.

Wer ein Programm sucht, mit dem er ernsthaft arbeiten kann, sollte sich nach anderen Programmen umsehen. MagicMaps gehört meines Erachtens ausdrücklich nicht dazu. Das hat aber nicht mit der Ressourcefresserei zu tun, sondern mit der mangelhaften Funktionalität.

Dieser Ansicht bin ich nicht, weil MagicMaps mein System ausbremst. Es gibt Phasen, da läuft das Programm  anstandslos vor sich hin. Aber die ganze Wege in dem Programm sind mir einfach zu lang und zu umständlich. Und vieles ist mir einfach zu fehlerhaft.

Nachtrag:

Ich habe einen neuen Rechner in Form eine Notebooks, sogar mit vorgeschriebener ATI-Grafikarte.

Touratech ist in der Anzeige der Karte immer noch schneller als MagicMaps, aber es behindert kaum noch den Arbeitsfluß.  Obwohl ich jetzt eine geeignetere Grafikarte habe, habe ich andere Probleme in der Anzeige. Mal bleibt der Bildschirm leer oder nur ein Quadratzentimeter der Karte reagiert auf meine Befehle. Der Rest der Karte verändert sich nicht.

Kurioser Weise habe ich jetzt mit wirklichen Fehlern in der Anzeige der Karte zu kämpfen, obwohl meine Grafikkarte meiner Laienmeinung nach den Anforderungen genügt.

Die Qualität der Luftbilder ist gleich geblieben. Also aus meiner Sicht zu schlecht um die Wegqualität zu  beurteilen zu können.

Die andere  Sache, die Berechnungszeiten für die Touren dauern immer noch verhältnismäßig lange. Für 100 Kilometer ca. eine Minute. Für schnelles Vergleichen von verschiedenen Tourvorschlägen ungeeignet.

Ich finde es kurios, dass ich mir die Touren lieber im RRPdLH berechnen lasse und dann importiere, als das Programm zum Routing zu benutzen.

3 Kommentare bei „MagicMaps 4.0.1 Erfahrungsbericht“

  1. Ich habe hier2 top PCs stehen (bin Gamer) und konnte das Programm zu genüge testen. Die Grafikfehler sind softwareintern und haben nichts mit dem Monitor oder der Grafikkarte zu tun!!!

    Es ist einfach nur mies programmiert worden und ich bin schwer enttäuscht. Dabei wird das Programm vom ADFC als das Tool an sich angepriesen. Ich glaube die haben das Prog nie zu Gesicht bekommen und kassieren nur brav die Kohle für die Radwege und Touren ein.

    Mittlerweile ist Version 5 rausgekommen und ich bin mal gespannt, ob sich was Wesentliches getan hat. Zumindest die Updates für Version 4 waren ja wohl nur ein schlechter Witz.

    Und was den Support von MM angeht: Nach 30min Antesten habe ich gleich mal 4 Mails an die gesandt, bis jetzt habe ich noch keine Antwort. Und nein, ich weiß sehr wohl mit dem Tool umzugehen, denn auch jetzt nach einigen Tagen haben sich die Fehler und gravierenden Schwächen nicht in Luft aufgelöst.

    Positiv ist zu bemerken ist, dass ich persönlich die Streckenwahl mit den verschiedenen Einstellmöglichkeiten als ziemlich gelungen betrachte, mal davon abgesehen, dass auch bei mir gewisse Punkte nicht angefahren werden können. Dafür gibt es aber ein nettes kleines und überarbeitungsbedürftiges Tool, mit dem man das Ganze Hand zu Fuß machen kann. Sehr Zeitraubend das Ganze. Aber immerhin möglich.

    Was mir noch fehlt, sind wirkliche POIs (Point Of Interest). Die, die drinnen stehen interessieren niemanden und die die jemanden interessieren könnten fehlen. Subjektiv? Was interessiert mich ein Elektrogeschäft, viel interessanter wäre das Wahrzeichen meines Bundeslandes -die Saarschleife (Cloef).

    Ich werde Version 5 mal antesten (diesmal gebe ich aber keine Kohle dafür aus) und schauen ob es sich lohnen würde das Prog einzutauschen.

    Falls sie es ja hinbekommen haben, die Programmierfehler zu beseitigen und das Interface etwas Benutzerfreundlicher zu gestalten und vllt sogar noch ein POIs und 3D Fly Austausch bzw. Integration mit Google Earth möglich ist (läuft ja beides über GPS und die Formate kann man problemlos umwandeln), dann könnte man zumindest sagen: He, die haben auf UNS gehört. Klasse Leistung, wenn auch etwas spät.

    Nur irgendwie habe ich da so meine Zweifel.

    Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und ich bleibe am Ball.

    Greetz…

  2. Ich habe gerade den Tour Explorer 25 Deutschland V5 auf meinem LapTop mit Windows 5 installiert:

    1. Installation dauerte mehrere Stunden!
    2. Luftbilder miserabel und Kataster stimmt nicht.
    3. Routing in der mir bekannten Gegend sehr gut.
    4. Adressensuche geht, ist aber ungenau. (ca. 5-8 Häuser daneben)
    5. Für mich wichtige POI’s fehlen zum Teil. z.B. Bahnhöfe
    6. Speichern und Übertragung als Track auf Garmin Oregon 450t funktioniert.

    Bisher lief der Tourexplorer 5 ohne zu murren. Ich habe mir diesen angeschafft, weil das Routen bei Garmin BaseCamp Ver. 3.1.2 für Radfahrer eine Katastrophe ist.

  3. @Norbert N.

    Weil ich vor kurzem Mapsource ausprobiert habe. Mit Mapsource und in Basecamp ist es ähnlich, kann man eine ungeeignete Route ziemlich einfach modifizieren. Das finde ich angenehmer als die Frickelei mit MM. Die Garminkarten als solches liefern die Informationen, wo kann man Radfahren, so schlecht, dass das erst einmal nicht hilft. Nutzt man aber so etwas wie OpenMTB oder die OSMRadkarte, dann ist das ein Kinderspiel.
    Voraussetzung ihre Gegend ist bei OpenStreetMap gut erfasst.

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