8 Tag: Theilen – Neuerburg (121.05 km)

Ein heiser Tag.

Der Vormittag ist schon nicht mehr kühl, weil schon von gestern aufgeheizt.

Ich entschließe mich die Saar entlang zu fahren.

Der Fluss verblüfft mich. Bei Saar fällt mir Industrie ein. Aber ich gelange an ein lauschiges „Flüsschen“ Ähnlich der Lahn. Auf der Lahn sieht man Kanus, hier Frachter wie auf Main und Rhein. Die Weinberge erschüttern dann den Rest meiner Vorurteile.

An der Mündung angekommen, geht es weiter nach Wasserbilligerbrück. Dort überquere ich die Mosel und sehe ein Luxemburgschild. Ich halte es für einen Hinweis, dass Luxemburg bald kommt.

Ich biege zur Enz ab. Auf Grund der Straßenschilder wird mir klar, ich bin in Luxemburg.

Ich fahre indem ich der Enz folge, der Grenze entlang. Es gibt viele Brücken über den Fluss. Aber nach einigen 100 Metern sehe ich nur fast noch Luxemburger Nummernschilder.

Auf dieser Tour merke ich wie unvertraut mir Deutschland westlich des Rheins ist.

Es tauchen Städtenamen auf, die keinen Wiederhall von schon mal gehört erzeugen.

Im Saarland schaffe ich es nicht aus den Nummernschildern, die dazugehörige Stadt herzuleiten. Nachdem ich die betreffende Stadt abgelesen habe, kommt kein:“Ach die Stadt ist das!“ Nein vielmehr eine halbe Stunde später ist mein Hirn wieder so ahnungslos wie zuvor. In der ehemaligen DDR hatte ich das Problem nicht.

Die Fahrt die Enz hoch wird keine Hügelschlacht, sondern es geht meist sanft bergauf.

Dort finde ich einen Campingplatz fest in niederländischer Hand. Ich bekomme den letzten Flecken Erde.