4. Tag: Müsingen – Schellbron (100.48 km)

Aus Müsingen herauskommenden entdecke ich ein Schild Wasserscheide Rhein-Donau. Aber es geht nicht bergab. Sondern auf 820m hoch.

Davor erhasche ich ein einen Blick auf eine Bundesstraße. Ein ähnliches Gefühl wie in England befällt mich. Zu viel und zu schnellerr Verkehr für diese Straße.

Aber erst geht es runter nach Reutlingen. Ein Kuriosum fällt mir auf. Entlang der Landstraße sind Feldwege gebaut worden. Ich schreibe ausdrücklich Feldweg. Von Breite und Beschilderung sind es Feldwege. Aber eigentlich sollen es Radwege sein.

In Reutlingen muss ich wieder an England denken. Der Verkehr ist eine tobende Hölle mit zu wenig Platz.

In mir keimt der Verdacht auf, dass was ich in den anderen Ländern als ungewöhnlich starken Verkehr empfand und als Eigenheit dieses Landes, keine Eigenheit dieser Länder war, sondern 10 Jahre Verkehrssteigerung in Europa, was mir im Rhein-Main-Gebiet durch meine permanente Anwesendheit verborgen geblieben ist .

Dann ein kurzes Stückchen Neckar entlang.

Dann geht es durch den Naturpark Schönbuch. Ein Rotwildgebiet. An einem Bächlein entlang mit Lichtungen geht es sanft steigend in den Schwarzwald.

Ich mag diesen Naturpark. Diese Art der künstlich angelegten Lichtungen habe ich schon woanders gesehen. Auch dieses Mal erinnert es mich an einen Ausläufer eines Schlossparkes. Aber ich befürchte, die Lichtungen dienen eher dazu, das Rotwild besser bejagen zu können.

Der Weg der Würm entlang gefällt mir nicht so. Aber er bringt mich zu meinem Campingplatz.