5. Tag: Svarthunile – Øyra (101.2km)

Die ganze Nacht hat es geregnet. Noch während ich einpacke, regnet es. In dem Moment, in dem ich das Zelt zum Abbau verlassen will, hört der Regen, so wie es ihm der Wetterbericht vorschreibt, auf.

Auf der E5 spiele ich das von mir neu entdeckte Spiel, das ich Norwegenschaukel nenne.

Den Hügel mittretend runterrasen und dann den anderen Hügel mittretend den Schwung ausnutzend so weit wie möglich hochrasen.

Bei einem der Hügel nachdem ich die E5 verlassen habe geht das nicht mehr. Der Hügel geht über 400m hoch.

Ich fahre lieber so lange Steigungen als dieses Hügelnickelzeugs.

Auf dem Weg nach oben sehe ich meinen diesjährigen ersten Vegbom. Vegbom sind Schlagbäume, mit denen Strecken im Winter gesperrt werden. Es gibt eine Kettenanlagestelle für die Autos und ein Extraschild über die Länge des „Passes“. Ich befürchte Schlimmes. Aber dieser Pass fährt sich sehr angenehm und geht eigentlich auch nicht höher als die anderen Pässe.

Der Tunnel durch den Gipfel ist knapp 3km lang. Es wird zur Mitte hin extrem kalt. Nordkap und Vardotunnel obwohl länger, waren nicht so kalt.

Ich hatte die letzten Tage mal wieder singenderweise das Hallverhalten der Tunnel studiert.

Liebe Norweger Gummimappen sind musikalisch gesehen eine ganz schlechte Idee. Am besten wäre mit Beton ausspritzen.

Auch heute sind zwei Fähren angesagt. Die Erste bringt mich auf eine Insel, die mich zu tiefst fasziniert. Die Insel begrüßt mich mit schroffen Felsbergen mit wenig Bewuchs und definitiv keine Bäume. Ähnlich verabschiedet sie sich. Aber im Zentrum befindet sich eine liebliche Weidelandschaft, die ich nicht nach dieser Begrüßung nicht erwartet hätte.

Die zweite Fähre bringt mich nach Måløy. Von dort geht es an viel Wasser entlang, bis ich einen Zeltplatz finde. Hier werden die Mücken zum ersten Mal lästig.