13. Tag Mosjön – Norrmjöle 106.79km

Als ich die Kette abwische, sehe ich, dass eine Speiche gebrochen ist. Ungewöhnlicherweise nicht auf der Zahnkranzseite. Kenne ich in der Form bei nur einer kaputten Speiche eigentlich nicht, die Felge schleift an der Bremse. Vielleicht war das meine gestrige Mühsal. Ich repariere das ganze und ärgere mich über die verlorene Zeit.

Die Schweden haben eine eigenartige Methode ihre Autos zu entsorgen. Immer wieder sehe ich Autos, die zerfallen. Meist in den Gärten aufgebockt. Teilweise sind die Autos ausgeschlachtet. Vielleicht eine Art Recycling.

Ich komme an dem Gebäude eines Automobilclubs vorbei. Es scheint nicht mehr genutzt zu werden. Darum stehen mehr als 10 Autos, die vor sich hin verrotten.

Auch wird der Sperrmüll komisch entsorgt. Ich habe heute drei alte unbewohnte Häuser, schon im Zerfall begriffen gesehen. Darin nichts wie Gerümpel.

Irgendwann muss ich fünf Kilometer E4 fahren. Sie wird gerade modernisiert. Wenn es fertig wird, wird das Radfahren dort gefährlich.

Die Farbe der Wiesen bekommen einen leichten Dreh ins Ockerfarbene. Es wachsen deutlich mehr Binsen.

Im Supermarkt schallt mir wieder Lena entgegen. Von dreimal Radiomusik in Schweden zweimal Lena.

Heute sehe ich die ersten Motorschlitten in den Garagen rumstehen. Es gibt sogar ein Verkehrszeichen für diese Schlitten.

Ich bin mir nicht sicher, ob die Hunde, die ich sehe, wirklich Huskys sind. Aber jeder vierte Hund sieht wie ein Schlittenhund aus.

Die Landschaft besteht aus Wäldern und Wiesen. Keine Felder und das schon seit Tagen. Weidetiere sind sehr selten. Bauernhöfe, die das ganze Gras verwerten könnten sehe ich auch nicht. Aber es stehen viele Häuser da, aber keine Betriebsstätten. Von was leben die Leute hier?

In Hörnefors will ich mir Wasser auf dem Friedhof holen. Als ich überlege, wo ich mein Rad abstelle, sehe ich Mutter und Kinder über den Friedhof radeln. Also radle ich zu meinem Wasserhahn.

Kurz danach, kurz vor der E4, fehlt die Beschilderung in beide Richtungen.

Der Nachmittag ist eher eine Kilometerklopperei. Wald, Wald und nochmals Wald.

In Norrmöljie fahre ich auf den Campingplatz, der sich als Wohnwagenplatz entpuppt. Aber Reiseradler sind kein Problem.

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